Ein Vergnügen aus Nullen und Einsen
Die jährlich stattfindende DreamHack in Jönköping, Schweden, ist ein eSport-Event der Superlative. Denn die Zahl der Teilnehmer an dieser größten LAN-Party in ganz Europa überschreitet schon seit Jahren locker die 5000 Marke, was 2004 einen Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde zur rühmlichen Folge hatte (5.852 vernetzte PCs und 5.272 Teilnehmer). Bis heute konnte keine andere LAN-Party der Welt die DreamHack entthronen - vielmehr übertrumpfen sie sich gerne selber, wie zum Beispiel 2006 mit einer stolzen Teilnehmerzahl in Höhe von 7.752 und mit einer Anzahl von 7788 vernetzten Rechner oder 2007 mit 10.455 angeschlossenen PCs. Wir dürfen gespannt sein, wann endlich eine fünfstellige Gamerpräsenz die "Räumlichkeiten" stürmt.
Die Clan-Offensive
Aber auch so ein großes Sportereignis der elektronischen Art will organisiert und vor allem finanziert werden. Einige durchaus bekannte branchenspezifische Unternehmen haben in den Wettkämpfen natürlich das werbe- und marketingstrategische Potenzial erkannt und investieren großzügig in das Event, vor allem jedoch in die besten Spieler. Ähnlich wie beispielsweise in der Formel 1 suchen sich besagte Unternehmen die Sahnehäubchen aus und würfelt sie zu einem Team oder Clan (eSport-Fachsprache) zusammen. Diese ordentlich gesponsorten Clans zeihen dann von einem zum anderen Profi-Turnier und verdienen sich so ihr hart erspieltes Geld - gemeint ist ein Batzen Scheine, der ein breites Grinsen hervorzurufen vermag.
Die sehr lange Übernachtungsparty
Die LAN-Partys gehen üblicherweise mehrere Tage, meistens über das Wochenende hinaus. Für Schlafplätze und die Versorgung durch eine Catering-Service vor Ort stellen dann die Organisatoren. Doch so harmlos und reizvoll es klingt, muss auch bei diesem elektronischen Wettkampfvergnügen auf das richtige und gesunde Maß geachtet werden. Denn die Gefahr sich im Spiel und dem Ehrgeiz zu gewinnen zu verlieren ist extrem groß, weshalb bedauerlicherweise schon Fälle vorgekommen sind, in denen Teilnehmer vergaßen zu trinken und tatsächlich an Dehydrierung starben. Glücklicherweise stellen solche Vorkommnisse immer noch die Ausnahme dar!
